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Europa befindet sich im Umbruch: nicht nur aktuell und in den Jahren seit 1989, sondern mit wechselndem Tempo seit Beginn der Moderne. Sich beschleunigende wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wandlungen der europäischen Gesellschaften und deren Krisen, der Auf- und Ausbau supranationaler Einrichtungen im Zuge der Globalisierung veranlassen einige Zeitzeugen zu skepti- schen Beurteilungen und boten gelegentlich Anlass für Rückschritte auf dem Weg der europäischen Integration.

Das Europa des 19. und 20. Jahrhunderts hat viele Umbrüche erlebt und steht auch für widersprüchliche Entwicklungen: so spricht man vom Zeitalter der Aufklärung und Säkularisation, der Revolutionen, der Industrialisierung und Verstädterung, des Bürgertums, des Klassenkampfes und Ideologien, des Imperialismus, der europäischen Hegemonie und kulturellen Mission, der Nationenbil- dung, der Welt- und Bürgerkriege, des Rassismus und der Verfolgung, der atomaren Bedrohung, des Ost-West-Gegensatzes, der Überwindung von Autokratie und Diktatur, der europäischen Integration und Friedensordnung, des Sozial- und Wohlfahrtsstaates, der technischen Revolutionen, der Wissens- und Zivilgesellschaft.

Das Themenportal Europäische Geschichte wird sich sich der Geschichte Europas, der Europäer und des Europäischen sowie dem Vergleich, Transfer und der Verflechtungsgeschichte nach innen und außen in der Moderne widmen. Es soll die kooperative Aufbe- reitung, Vermittlung und Bündelung von Materialien, insbesondere von Quellen, Karten, Bildern und Texten ermöglichen und for- schungsrelevante Informationen zur Geschichte des modernen Europa des 19. und 20. Jahrhunderts bereitstellen.

Durch die aktive Mitarbeit von Fachwissenschaftlern/innen aus der Geschichte und historisch Interessierten aus den Sozial- und Kulturwissenschaften an deutschen und internationalen Universitäten, Forschungseinrichtungen und höheren Schulen wird das Themenportal Fachhistoriker/innen sowie einer interessierten Öffentlichkeit einen breiten Zugriff auf lehrunterstützende Materialien auf Basis des neuesten Forschungsstandes sowie der Forschung und Lehre für die Geschichte Europas und der Europäer ein modulares themenzentriertes Netzwerk bieten.

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